Foto: Armut, Ausgrenzung und soziale Spaltung in Deutschland

Das Hartz-Paket

Hartz I wollte im Kern Arbeitslose über neu einzurichtende Personal-Service-Agenturen in Zeitarbeit vermitteln:

Hartz II sah neben der Einführung von Mini-und Midi-Jobs vor allem als neues Element so genannte „Ich-AG’s“ vor. Nach relativ kurzer Zeit wurden sie wieder aus dem Gesetz gestrichen. Die Mini-Jobs haben nicht in dem erwarteten Maße zu sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung geführt, die Midi-Jobs sind nur relativ wenig bekannt.

Mit Hartz III sollte eine wahre Herkules-Aufgabe in Angriff genommen werden: Der Umbau der Bundesanstalt für Arbeit in eine moderne Dienstleistungsagentur. Das Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern „Hilfen aus einer Hand“ anzubieten, kann als eines der wenigen wenn nicht als das einzige uneingeschränkt positive Kernstück der Hartz-Reformen gesehen werden.

Hartz IV schließlich hat es zur größten Popularität innerhalb des Quartetts gebracht: Die Streichung der Arbeitslosenhilfe und die Einführung eines Arbeitslosengeldes II, eine Art Sozialhilfe plus. Hartz IV hat mit Sicherheit die massivsten Wirkungen aus dem Hartz-Katalog gezeitigt.